Leeres Tagebuch auf einem Bett

Anonymes Tagebuch einer Gründerin – Folge 11

Die Gründerin findet in der Wortneuschöpfung “Alive-lines” einen anderen Weg, um mit Deadlines während der Gründungszeit umzugehen.

Anonymes Tagebuch einer Gründerin – Folge 11

„Es sind eigentlich keine Deadlines, es sind alive-lines“

 Freitag 13.11.20, 21:32; Schreibtisch. Licht. Energie.

Die Woche hätte gar nicht schlimmer sein können. Druck auf der Arbeit, nichts funktioniert. Gestern dachte ich: entweder passiert morgen die Vollkatastrophe oder es wird der beste Tag. Man soll die Woche ja nicht vor dem Freitag schlecht machen!

Sprecht mit euren Kundinnen!

Ich hatte eben das zweite Gespräch mit einer Kundin, um ihre Bedürfnisse, Sorgen, Ängste, Visionen kennen zu lernen. Für unsere Produktentwicklung ist es das A und O. Ist das Problem real? Welche Art Kundinnen haben das Problem? Ist die Lösung, die wir anbieten die Richtige, um das Problem zu lösen?

Scheinbar ist es das. Das war eine gute Erkenntnis. Und wie es jedes Gespräch so an sich hat, lernt man mindestens so viel über sich selbst, wie über den/die Gesprächspartnerin. Wir sprachen über Ziele. Und zwar nicht nur über ihre Ziele, sondern auch, ob ich und meine Partnerin uns Ziele gesetzt haben. Und schon setzt die Reflektion ein.

Setzt euch Wochenziele!

Ja, Ziele. Wir haben uns direkt zu Beginn konkrete Wochenziele gesetzt. Wenn ich so überlege, war es genau dieser Satz: „Dann erarbeiten wir beide das bis nächste Woche“, den meine Partnerin beim ersten Treffen sagte. Danach war ich „business verliebt“. Es war so verbindlich, so ernst gemeint.

Als ich es so erzähle, sagt meine Kundin am Telefon: „Also habt ihr euch direkt Deadlines gesetzt. Wichtig.“ Darauf gab es von mir nur die Antwort: „Es sind keine Deadlines gewesen. Es sind alive-lines.“ Denn wir haben uns an den Ergebnissen hochgezogen, konnten sie feiern, wussten, dass wir uns an unser eigenes Wort halten, dass wir diszipliniert sind, dass wir in uns jeweils selbst Vertrauen haben können und auch Vertrauen in die jeweils andere haben.

Setzt euch alive-lines!

Von daher sage ich voller Überzeugung: Wenn ihr Euch zu zweit selbstständig macht: setzt Euch alive-lines. Feiert, wenn Ihr sie einhaltet. Schaut, wie ihr damit umgeht. Nehmt sie nicht auf die leichte Schulter. Lernt Euch und Eure Arbeitsweisen Schritt für Schritt kennen.

Uns hat es sehr geholfen. Nicht nur das, es war die Basis.

Dementsprechend hatte ich wohl recht. Heute war der beste Tag der Woche und ich bin froh, dass diese Woche existiert hat. Für diese Erkenntnis hat es sich schon wieder gelohnt!

Du liest aus “Anonymes Tagebuch einer Gründerin – Folge 11”

Mutig & Klug powered by econoyou UG (Haftungsbeschränkt)

Lies' mehr

Schreib uns!