Apricot-Frabenes Tagebuch mit Blumen auf Schreibtisch

Anonymes Tagebuch einer Gründerin – Folge 12

Du gründest und niemand interessiert sich dafür? Wie geht man damit um, wenn die Familie es nicht interessiert, das man gründet?

Anonymes Tagebuch einer Gründerin – Folge 12

Pause und Weiter

Sonntag, 03.01.20 äh… stimmt nicht… 03.01.21, 19:04; Schreibtisch

2021. Here we go.

Heute nehmen wir unsere Tätigkeiten nach der Winterpause wieder auf. Die Pause war bitter nötig.

Vor Weihnachten war einfach Ende. Energie leer, Kreativität am Ende, meine sehr vertraute Freundin Negativität klopfte immer wieder an die Türe. Wenn ich gestresst bin, breitet sie sich ungefragt aus… Setzt sich auf mein Sofa, bedient sich an meinen Drinks, kommentiert alles, was ich tue…. Sie nervt. So lange, bis ich mich auch anfange zu nerven. Also war Pause angesagt. Und mich erstaunt es immer wieder, wieviel Pausen bringen.

Eine Woche Kopf aus. Ich sage nicht, dass ich nicht an die Firma gedacht hätte. Ich hatte immer so ein ein beklemmendes Gefühl, wenn ich an alle Aufgaben und Dinge dachte, die 2021 auf mich und uns zukommen werden. Ich versuchte, diese Gedanken beiseitezuschieben. Weihnachten ist ja auch eine Zeit der Familie, des privaten Gesprächs mit Verwandten und Freunden der Heimat. In der man sich Zeit nimmt, sich auszutauschen über das, was so passiert ist.

Wen interessiert’s?

Was soll ich sagen? Mich hat (fast) niemand dazu befragt, was wir tun. Ich hätte natürlich voller stolz erzählen wollen, was wir alles geschafft haben, allerdings musste ich feststellen, dass es wohl niemanden so richtig interessiert. Nur im Nebensatz wurde erwähnt, dass eine Bekannte unsere Idee nicht originell genug findet. Natürlich hat sie mir das nicht persönlich gesagt.

Eine Erkenntnis, die weh tun könnte. Die mich alles hinwerfen lassen könnte (das hätte es früher sicherlich getan) „Warum fragen sie mich nicht?“, könnte an mir nagen. Und dass ich es hier aufschreibe, könnte mich ja auch darauf schließen lassen, dass es mich rührt. Doch irgendwie, tut es das nicht.

In mir ist ein Stein ins Rollen gekommen, der sich nicht aufhalten lässt. Ein Glaube an das, was wir tun, eine Neugierde auf das Unbekannte, was noch passiert. Diese Haltung ist so stark geworden, dass ich selbst Kritik oder Bewertungen gelassen hinnehmen kann. Sie treffen mich nicht. Ich weiß zwar selbst nicht, ob und wieviel Erfolg wir haben werden, aber ich weiß, dass ich hinter dem stehe, was ich und was wir gemeinsam aufbauen.

Es ist das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein. Ich weiß nicht, wohin er führt, aber es ist mein Weg. Und das fühlt sich richtig gut an.

Und mit diesem Gefühl starte ich in 2021.

Was kann es Schöneres geben?

Du liest aus “Anonymes Tagebuch einer Gründerin – Folge 12”

Mutig & Klug powered by econoyou UG (Haftungsbeschränkt)

Diskutiere mit uns...

Lies' mehr

Schreib uns!