Bereitgestellt von
Janina Rüger

Die Gründerin berichtet darüber, dass die Firmengründung die Basis für gemeinsame Projekte ist und Fragen des Markenschutzes und Haftung klärt

Anonymes Tagebuch einer Gründerin – Folge 6

Ich bin keine Tagebuchschreiberin. Ein paar Mal hab ich es versucht, aber ich habe keine Geduld dazu. Schon als Teenagerin kamen mir beim Schreiben tausend Sachen in den Kopf, die ich sinnvoller tun könnte, als Erlebtes und Erledigtes nochmal zu erleben und zu erledigen. Dabei sehe ich durchaus den Sinn des Reflektierens, den Wert des Überdenkens. Aber das mache ich beim Gehen, beim Autofahren und auch beim Musizieren. Die Ordnung, die das Schreiben schafft, ist damit allerdings und zugegebenermaßen nicht vergleichbar.

Also, lass es mich mal versuchen!

Es gibt uns jetzt seit über einem Jahr. Ich hatte nie vor zu gründen. Ich war Freiberufler, seit 20 Jahren. Damit ist eigentlich alles gesagt: Ich war frei beruflich alles zu tun, was ich will. Was brauchte ich mehr. Und dann trat sie in mein Leben. Eine Persönlichkeit, die das hat, was für jede gemeinsame Planung, die unverzichtbare Grundlage darstellt: Verbindlichkeit. Nicht: „Lass uns mal treffen… wäre toll… monatelang Funkstille… zufällige Begegnung… Oh, toll, lass uns dies und jenes auf die Beine stellen… monatelang Funkstille“ und so weiter.

Also lass uns bis nächste Woche Dienstag die Punkte x bis y klären und dann darüber sprechen, was wir bis zum Dienstag darauf tun. Und dann machen. Toll. So lassen sich gemeinsame Projekte auf die Beine stellen. Vielleicht mal ein gemeinsames Workshop-Konzept?

Doch wir merken schnell, dass ein gemeinsames Projekt nicht reicht. Unsere Ideen ergänzen sich zu Visionen. Unsere Fähigkeiten greifen ineinander und ergeben etwas Neues, Besseres, auf jeden Fall Faszinierendes. Wir brauchen eine Spielfläche, auf der wir weiterarbeiten können. Ein Workspace, der den Rahmen abgibt, damit wir frei sind.

Markenschutz und Haftung

Immer klarer wird es, dass nur eine gemeinsame Firma diesen Raum geben kann. Auch als Antwort auf rechtliche Fragen, Fragen des Markenschutzes, Fragen der Professionalität und auf so viele andere.

Ich liebe es, wenn sich so weitreichende Entscheidungen in meinem Leben aus einer Notwendigkeit heraus entwickeln. Wenn sie nach allen Abwägungen einfach klar sind und nicht mit Schmetterlingen im Bauch zwischen Für und Wider getroffen werden müssen. So wie es jetzt ist.

Wir brauchen einen Raum, eine Plattform, also schaffen wir sie. Fertig!

Fertig zwar noch lange nicht (hoffentlich nie), aber sobald eine Entscheidung getroffen ist, kannst Du auf Dein Ziel zusteuern. Das ist sicherlich immer noch unfassbar viel Arbeit. Aber mit der inneren Gewissheit, dass es genau so sein muss.

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    Folge 6